KAMUNA

RÜCKBLICK 2014: KAMUNA VERWANDELT KARLSRUHE IN NÄCHTLICHE KULTURMEILE

Am gestrigen Samstag abend hatten die Karlsruher Museen zur 16. KAMUNA wieder bis spät in die Nacht ihre Türen geöffnet. Unter dem Motto „Achtung, Original!“ präsentierten 16 Karlsruher Museen und Institutionen sowie drei Gäste die unzähligen hochkarätigen Originale ihrer Sammlungen. Bei warmem Sommerwetter waren tausende Besucherinnen und Besucher zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit den Shuttlebussen und Straßenbahnen unterwegs und ließen sich auch von zwei kurzen Regenschauern nicht beirren. Überall auf den Straßen der Karlsruher Innenstadt konnte man viele Menschen mit dem „KAMUNA-Button“, der zugleich Markenzeichen der KAMUNA und Eintrittskarte in die Museen ist, sehen.

Insgesamt zählten die Museen rund 43.000 Besuche in allen Häusern und auf der Abschlussveranstaltung im Club „Stadtmitte“. Dabei waren neben den Dauer- und Sonderausstellungen insbesondere die rund 300 Einzelveranstaltungen in den Museen am Abend der KAMUNA sehr gefragt: „Es freut uns natürlich besonders, dass die vielen Ausstellungsführungen, Lesungen, Konzerte und Performances alle so gut besucht und nachgefragt waren. Diese hervorragende Resonanz auf unser Programm zeigt uns, dass wir mit der KAMUNA genau das richtige Angebot für unser kunst- und kulturinteressiertes Publikum bieten“, so die Gesamtkoordinatorin der KAMUNA, Eva Lichtenberger, in einem ersten Fazit.

Im Innenhof und im Café der Kunsthalle ließen sich die Besucher vom Trio „Volvio una noche“ mit Liedern und Tangos des argentinischen Sängers Carlos Gardel verzaubern. In der Kunsthalle konnte man auch in einer Preview einen ersten Eindruck von der bevorstehenden großen Edgar Degas-Ausstellung bekommen, die im November eröffnen wird. Schräg gegenüber, in der Waldstraße vor dem Badischen Kunstverein lauschten die Besucher beim Open-Air-Konzert den sphärischen Klängen des Electro-Duos BAR. Das Naturkundemuseum ließ auch in diesem Jahr wieder die Kakerlaken zum großen Rennen gegeneinander antreten. Zum Beginn des ersten Weltkriegs, der sich am KAMUNA-Wochenende zum hundertsten Mal jährte, gaben insbesondere das Stadtmuseum und das Pfinzgaumuseum mit ihrer Gemeinschaftsausstellung „Der Krieg daheim“ sowie das Generallandesarchiv mit „Leben in Zeiten des Krieges – Vivre en temps du guerre“ eindrucksvolle Einblicke in das Leben der Menschen in Karlsruhe und der Region und die Schrecken des ersten industriellen Krieges. Im Badischen Landesmuseum genossen die Besucher nicht nur den Abend im und rund um das Karlsruher Schloss, sondern lernten auch den neuen Hausherrn, Direktor Prof. Dr. Eckart Köhne „live und in Farbe“ kennen, der sich in einem öffentlichen Gespräch dem Publikum vorstellte. Auch die vielen Familien mit Kindern kamen auf der KAMUNA nicht zu kurz. Ob bei den Museumsrallyes im ZKM und im Naturkundemuseum, den vielen speziellen Kinderführungen oder den Mal- und Bastelaktionen, mit der „Jungen KAMUNA“ war auch für die jungen Besucher eine Menge geboten.

KAMUNA

Erstmals in diesem Jahr fand die Abschlussveranstaltung nicht wie bisher auf einem großen Platz vor einem der Museen, sondern im Club „Stadtmitte“ statt. Im großen Innenhof der sogenannten „Volkswohnung“ in der Baumeis-terstraße konnten die Besucher bis in die Morgenstunden die KAMUNA aus-klingen lassen. Für die richtige Stimmung im Innenhof sorgten auch die bei-den Singer-Songwriter Eva Croissant und Perry O’Parson und das Jazz-Duo „My Pianist and me“ mit der Saxophonistin Gesa Amelie Petersen und dem Pianisten Marlon Oster.

Dass der Funke der Begeisterung wieder auf die Besucher übergesprungen ist, liegt nicht zuletzt am hohen Engagement und Zusammenhalt der Häuser und aller ihrer Mitarbeiter, die jedes Jahr aufs Neue die KAMUNA in Eigenregie organisieren. Man darf gespannt sein, was die Museen sich zum Stadtjubiläum 2015 für die KAMUNA ausdenken!

 

 

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