KULTUR VERNETZT – HIGHLIGHTS AUF DER KAMUNA

Vernetzen Sie sich mit uns am 3.8. auf der KAMUNA!

 

2013 haben sich die 20 KAMUNA-Museen und Institutionen wieder ein abwechslungsreiches und vielseitiges Programm mit zahlreichen Veranstaltungshöhepunkten ausgedacht, die auf verschiedenste Art und Weise das diesjährige Motto KULTUR VERNETZT aufgreifen:

Kulturvernetzung ist keineswegs nur ein Phänomen der digitalisierten Welt. Im Badischen Landesmuseum erzählt bei „Alle Wege führen nach …“ ein römischer Legionär in originaler Montur, wie vernetzt bereits die spätantike Welt war. Das Generallandesarchiv begibt sich auf eine spannende Reise in die badische Geschichte: Vernetzung lässt ich anschaulich durch den Beginn des Eisenbahnzeit-alters in Baden vor 175 Jahren erleben. Visionäre der Stadtvergangenheit erweckt das Stadtmuseum zum Leben: Carl und Bertha Benz zeigen ihr Lebenswerk, den Benz-Patent-Motorwagen, dessen Nachbau im Foyer des PrinzMaxPalais ausgestellt ist. Eine andere bedeutende Persönlichkeit der Verkehrsgeschichte erwartet die Besucher im Verkehrsmuseum: Der Freiherr von Drais mit seinem Laufrad erzählt in einer Familienführung die Geschichte des Fahrrads.

Vernetzte Kunst gibt es auf der KAMUNA vielerorts zu entdecken. In der Badischen Landesbibliothek treffen sich die „Artmates“, vier befreundete Künstler, die ihre Werke aus ganz unterschiedlichen Kunstgattungen zeigen und doch in ihrer Freundschaft miteinander verbunden sind. Die HfG Karlsruhe zeigt als Sonderpräsentation aus ihrer Jahresausstellung „Sommerloch“ außergewöhnliche Arbeiten von jungen Künstlerinnen und Künstlern, die von einer Fachjury ausgewählt und prämiert wurden. Das Museum beim Markt stellt unter dem Titel „Kunst zwischen Kirche und Welt“ Werke der Glasmalerei von herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts vor und zeigt in der Sonderausstellung der Künstlerin Margret Eicher maschinell hergestellte Gobelins, in denen digital verfremdete Motive aus dem Internet aus verschiedenen Kunstepochen und –gattungen als barock anmutende Tapisserien verwebt sind. Im Garten der Majolika lässt es sich bei Cocktails und Chillout-Musik von 18 bis 24 Uhr wunderbar entspannen oder bei der Kombiführung durch Museum und Manufaktur die Produktionsgeschichte der Majolika entdecken und den Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Kunstvolle „Netzwerker“ sind im Staatlichen Museum für Naturkunde zu Gange: Ab 19 Uhr stellen die Wissenschaftler des Naturkundemuseums in einer Präsentation „Amazonische Spinnen und Schmetterlinge“ vor.

Wortgewaltig wird es unter anderem im Museum für Literatur am Oberrhein. Dort ist das auf der KAMUNA schon legendäre Duo Michael Speer und Frank Stöckle zu Gast: In „Sie wünschen, wir lesen – das Publikum vernetzt sich mit den Profis!“ beweisen die beiden Multitalente ab 20 Uhr, wie unterhaltsam sie im „Vom-Blatt-Lesen“ sind. Nur wer etwas zum Vorlesen mitbringt, wird hereingelassen. Im Hof des PrinzMaxPalais zeigt die Kinemathek „ohne Netz und doppelten Boden“ Harold Lloyds Stummfilmklassiker „Safety Last“ von 1923. Auch Comedy-Fans kommen bei der KAMUNA nicht zu kurz. Harry & Jakob, die Gewinner des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg 2013 liefern sich im Lesecafé der Stadtbiblio-thek einen verbalen Schlagabtausch ohne Rücksicht auf Verluste. In der Staatlichen Kunsthalle liest um 22 Uhr die mehrfach ausgezeichnete Lyrikerin Nora Gomringer. Ihre Lesungen sind jedesmal ein Ereignis – sie „liest, singt, schnurrt ihre Texte – ihr Gedicht fragt nicht lange“. Das szenische Experiment des finnischen Künstlers Otso Huopaniemi zeigt im ZKM | Museum für neue Kunst, was alles mit „Google translate“ möglich ist.

Ein geographischer Schwerpunkt der KAMUNA liegt in diesem Jahr auf dem Karlsruher Osten und dort ist man auch bestens vernetzt: Bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in der Durlacher Allee kann man nicht nur in der Aus-stellung „Energie im Spiegel der Karikatur“ die Energiewende mit einem Augenzwinkern betrachten, sondern sich auch um 21 Uhr von den Jazz-Musikern Olivia Trummer und Bodek Janke „elektrisieren“ lassen. Der benachbarte Treffpunkt Schienennahverkehr e. V. öffnet zur KAMUNA auf dem Gelände der Karlsruher Verkehrsbetriebe in der Tullastraße erstmals die historische Wagenhalle von 1913 und zeigt anhand der Sammlung der historischen Straßenbahnen ein beeindruckendes Kapitel Karlsruher Netz- und Technikgeschichte. Noch weiter im Osten, in Durlach, wird es in diesem Jahr musikalisch: Das „Erste Tübinger Nasenflötenorchester“ rockt die Karlsburg im Pfinzgaumuseum. Die Herren Braun, Bühler und Huhn suchen nach dem Kern der Popmusik und interpretieren populäre Musikstücke völlig neu. Gegenüber im Max-Reger-Institut in der Alten Karlsburg stimmen um 20 Uhr im Serenadenkonzert Felicitas Brunke (Mezzosopran) und Hsu-Chen Su (Klavier) die Besucher mit klassischer Musik auf die lange Sommernacht ein.

Musik ist zur KAMUNA bereits vor der Eröffnung zu hören: Um 17 Uhr lädt das Centre Culturel Franco Allemand, dessen Direktor Robert Walter in diesem Jahr den ersten KAMUNA-Button überreicht bekam und Ehrengast der KAMUNA ist, zu einem klassischen Konzert mit der Gitarristin Yuliya Lonskaya und dem Oboisten Antoine Cottinet ein.

Hall & Rauch, das sind vier Kölner Kunststudenten, die ab 22.30 Uhr die Waldstraße vor dem Badischen Kunstverein in eine große open air-Elektropop-Zone verwandeln. Eindrucksvoll zu hören und zu sehen ist die „Glühlampenmusik“ von Michael Vorfeld im ZKM | Medienmuseum in der Ambient Zone. Die Städtische Galerie setzt ihrem Programm mit dem preisgekrönten Saxophonquartett „Balanced Action“ ein Sahnehäubchen auf: Die vier Saxophonistinnen begeistern ihr Publikum mit einem spannenden Crossover zwischen Jazz und Pop – Cocktailjazz vom Feinsten.

Den Ausklang der Nacht feiert die KAMUNA ab 0.30 Uhr mit einem Open-Air-Konzert der Karlsruher Band The Curbside Prophets bei der traditionellen Abschlussveranstaltung, die in diesem Jahr auf dem ZKM_Vorplatz stattfinden wird. The Curbside Prophets, das sind vier Jungs aus Karlsruhe, die mit ihrer Surf-Rock-Reggae-Musik jeden Liebhaber akustischer Gehörgangmassagen mit den Ohren wackeln lassen. Die mit allen Wassern gewaschenen Bordstein-Propheten sind visionäre Revoluzzer, die mit Charme und Witz ihr ganz eigenes musikalisches Evangelium verbreiten. Frei nach der Devise „Erlaubt ist, was gefällt!“, covern die vier Wellenreiter alles, was die moderne Musikhistorie an Hits hergibt und hauchen den alten Klassikern dabei mit rotzfrechen Arrangements und eigenwilligen Interpretationen gekonnt neue Lebensgeister ein! Trotz oder gerade aufgrund ihrer vielen musikalischen Sakrilege sind sie bis weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus gleichermaßen bekannt und beliebt – wie ihre stetig wachsende Fangemeinde beweist.

 

Pressemitteilung vom 14.07.2013, Karlsruhe
Zurück zur Übersicht