KAMUNA

KAMUNA – Highlights

300 Jahre Kulturgeschichte Karlsruhe werden auf der KAMUNA „Gemeinsam gefeiert!“ Rund um das Stadtjubiläum, aber auch zu vielen anderen Themen präsentieren die Museen und Institutionen am 1. August zahlreiche Veranstaltungshighlights:

Im Generallandesarchiv zeigt die Ausstellung „En Voyage – die Europareisen der Karoline Luise von Baden“ ein besonderes Bild der beeindruckenden Markgräfin. Neben den Reisen nach Paris und den Bildungs- und Repräsentationsreisen erhält der Besucher auch Einblick in das abseits der Öffentlichkeit geführte Familienleben der aufgeklärten Herrscherfamilie. Das Stadtmuseum zeigt in diesem Jahr im wunderschönen Innenhof des Prinz-Max-Palais „Karlsruhe. Der Film. Die Geschichte“, ein Film, der in einer Kooperation des Stadtarchivs mit dem Haus des Dokumentarfilms entstanden ist. 300 Jahre Karlsruhe sind mindestens auch 200 Jahre Mobilitätsgeschichte. Das Verkehrsmuseum portraitiert Jubilare, die einen wesentlichen Einfluss auf die heutige Mobilität haben. Während die Veröffentlichung von gedruckten Büchern einer Massenproduktion unterliegt, jedermann über „print on demand“ eigene Werke günstig veröffentlichen kann und hochwertig gestaltete und gedruckte Bücher eher für einen kleinen Kreis von Bibliophilen und Sammlern hergestellt werden, hat die Buchkunst, das aufwendige Herstellen und Schmücken eines Buches, eine jahrhundertealte Tradition. In der Badischen Landesbibliothek werden viele kostbare Schätze aus vergangenen Zeiten aufbewahrt: „Ein Topf voll Gold am Ende des Regenbogens“ zeigt die Verwendung von Gold und Edelsteinen in der Buchkunst.

300 Jahre Karlsruhe, das ist eine gute Grundlage für die Zukunft! Im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie ist zum Stadtgeburtstag die GLOBALE gestartet, das Kunstereignis im digitalen Zeitalter, das Karlsruhe 300 Tage lang zu einem Schmelztiegel der Kunst der Gegenwart und Zukunft macht. Die beiden Museen des ZKM sind nun für die Globale zu zwei Lichthöfen umgewandelt: Im Lichthof_8 + 9 gibt es mit „Beam on“ Videoprojektionen in und um die Wolke des Japanischen Architekten Tetsuo Kondo. Ein Höhepunkt für Augen und Ohren ist die audiovisuelle Performance von Chikashi Miyama an der „Morning Line“ auf dem ZKM-Vorplatz. In einem weiteren Lichthof des Gebäudes ist die diesjährige Gastinstitution, die Hochschule für Gestaltung untergebracht. Neben einem umfangreichen Programm aus aktuellen Arbeiten der Studierenden thematisiert der „Tulip Spring Shop“ die ursprüngliche Nutzung des Hallenbaus als Munitionsfabrik. Das Museum beim Markt befasst sich mit der Ausstellung „Leben 20.15“ mit der Zukunft des musealen Sammelns: Die dort ausgestellten Trendobjekte, Kunstgegenstände und Konsumgüter sollen den Auftakt für eine zukünftige Sammlung aktueller Sachzeugnisse bilden. Ob sie wirklich typisch für unsere Zeit und damit sammlungswürdig sind, darüber dürfen auch die KAMUNA-Besucher abstimmen. Angewandte Kunst ist auch im Museum in der Majolika und der Majolika-Manufaktur zu sehen: Am KAMUNA-Wochenende finden auf dem Vorplatz des Karlsruher Schlosses auch die Internationalen Keramiktage Karlsruhe statt. Anlässlich der Keramiktage werden in der Majolika der Karlsruher Keramikpreis „Keramik und Malerei“ und der Nachwuchs-Förderpreis verliehen. Gebaut wird im Naturkundemuseum: Im Lauf des Sommers wird das Museum erweitert, es entstehen neue Sonderausstellungsflächen und eine neue Dauerausstellung mit vielen leben-den Tieren und Großaquarien. Trotz des Umbaus dürfen bei der KAMUNA aber natürlich keinesfalls die Highlights für Kinder fehlen. Kleine und große Entdecker können bei der Jubiläumstour das Museum erkunden und Buttons für Partylöwen basteln.

Musik hat eine lange und gute Tradition auf der KAMUNA: Weltumspannendes gibt es beim Festkonzert im Badischen Landesmuseum: „Nada Brahma – die Welt ist Klang“, angelehnt an den Titel eines bekannten Buchs des großen Jazz- und Weltmusikautors Joachim-Ernst Behrendt nehmen Bodek Janke, Percussion, Evelyn Hilschmann, Jazzcello und Jörg Brinkmann, Klavier die Hörer mir auf eine Reise durch verschiedene musikalische Kulturen. Musik aus der Zeit der Markgräfin Karoline Luise stellt das Barocktrio „White Forest“ in der Staatlichen Kunsthalle vor: Im Konzert erklingen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und dem Karlsruher Kapellmeisters Johann Melchior Molter. Auch eine Reise in die musikalische Vergangenheit Karlsruhes unternimmt die Städtische Galerie. In „Musik an Weinbrenners Hoftheater“ erklingen Lieder und Arien von Ludwig van Beethoven, Franz Danzi, Friedrich Ernst Fesca und Carl Maria von Weber in Verbindung mit Nachzeichnungen der Biographie Weinbrenners, der selbst hochmusikalisch war und nach dessen Plänen das erste Karlsruher Hoftheater erbaut worden war. „Schnipo Schranke“, das sind zwei junge Musikerinnen aus Hamburg, die mit provokanten Texten und einer gut tanzbaren Mischung aus Chanson, Punk und Hip Hop die Waldstraße vor dem Badischen Kunstverein zum Feiern bringen. Ohrwürmer sind garantiert!

Auf der Außenbühne des KA 300-Pavillons im Schlossgarten wird der New Yorker Jazzmusiker David Amram gemeinsam mit einer hochkarätigen Band mit Jazzmuskern der Region ab 0.30 Uhr das KAMUNA-Abschlusskonzert geben. Jazzpionier, Komponist, Multiinstrumentalist – David Amrams Musikalität und seine vielfältigen Begabungen lassen sich ebenso wenig mit einem Wort benen-nen wie in eine Schublade stecken. Seit über 60 Jahren ist die Jazzlegende weltweit auf den großen Bühnen zuhause und schöpft aus seiner außergewöhnli-chen musikalischen Kreativität und einem enormen Wissensschatz. Zum dritten Mal ist David Amram nun in Karlsruhe zu Gast, zum Abschluss der KAMUNA spielt er zusammen mit Thomas Siffling (Trompete), Peter Lehel (Saxophon), Matthias Ockert (Gitarre), Judith Goldbach (Bass) und Erwin Ditzner (Schlagzeug). Die Abschlussveranstaltung der KAMUNA ist ein Partnerprojekt im Rahmen des Stadtgeburtstags KA300.

Der Klavierkabarettist Konstantin Schmidt ist seit vielen Jahren eine feste Größe in der süddeutschen Kleinkunstszene: In der Erinnerungsstätte Ständehaus / Stadtbibliothek zeigt er in Auszügen aus seinem Programm „Schmidternacht II – Mit den Waffen meiner Frau“, worauf es im Leben eines Mannes wirklich ankommt: Zielvereinbarung, 3D-Drucker, Rollatorstreifen. Zum zweiten Mal gastiert der Autor und Vorlesekünstler Joachim Zelter auf der KAMUNA im Museum für Literatur am Oberrhein. In seiner Novelle „Wiedersehen“ treffen sich Lieblingslehrer und Lieblingsschüler nach 20 Jahren wieder – Grund genug zu feiern! Doch die Feier läuft aus dem Ruder… Ein irrwitziges und hochamüsantes Spektakel. Viel Staub wird im Dachspeicher des Pfinzgaumuseums aufgewirbelt: Die „Poetische Aktion“ der Musiker SM Schneider und Erich S. Hermann verspricht Musik jenseits der Sicherheit. Schneider vs Hermann nimmt die Hörer mit in Klangimprovisationen, bei denen das Publikum aktiv beteiligt ist.

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