KAMUNA

19. KAMUNA – “KULTUR IST HEIMAT” BEI TRAUMHAFTEM WETTER

KULTUR IST HEIMAT! Unter diesem Motto öffneten die Karlsruher Museen am Abend des 5. August ihre Türen zur 19. Karlsruher Museumsnacht KAMUNA und tausende Besucher folgten der Einladung, Heimat in der Kultur zu erleben. Über 300 Einzelveranstaltungen boten die 16 Museen und Kulturinstitutionen sowie fünf Gastinstitutionen und die wunderbar angenehme Sommernacht bot ideale Voraussetzungen zum Flanieren zwischen den Museen in der Karlsruher Innenstadt.

Besonders das vielfältige Programm der „Jungen KAMUNA“ erfuhr in diesem Jahr große Resonanz: „Dass so viele Familien mit Kindern und Jugendlichen die Veranstaltungen der KAMUNA besuchen, bestätigt unserer Bestreben, die Sammlungen und Ausstellungen der Museen ansprechend erlebbar werden zu lassen“, so die Gesamtkoordinatorin der KAMUNA, Eva Lichtenberger, in einem ersten Resümee. In allen Museen waren die Führungen und Programme für Kinder besonders gut besucht. Dabei stand neben der klassischen Kunstvermittlung auch das Erlebnis des Mitmachens im Vordergrund: So konnten beispielsweise im ZKM, einem der diesjährigen Publikumslieblinge der KAMUNA, im „Roboparcours-Workshop“ Kinder gemeinsam mit ihren Eltern einen kleinen Roboter programmieren, der anschließend einen Parcours abfährt – gefragt war dabei echte Teamarbeit der ganzen Familie.

Ein absoluter Publikumsmagnet war in diesem Jahr das Museum beim Markt, das mit seiner Ausstellung „Waldschwarzschön – Black Forest remixed“ zahlreiche Besucher anzog. Die Ausstellung zeigt auf sehr humorvolle Weise eine Neuinterpretation der klassischen Schwarzwaldklischees: Bollenhut, Kuckucksuhr und Kirschtorte werden einmal in einen großen Topf geworfen und ganz neu zusammengemixt. Auch das Naturkundemuseum erfuhr mit seinen zahlreichen Kinderaktionen, der Ausstellung „Amerika nach dem Eis“ und nicht zuletzt mit dem schon legendären Kakerlakenrennen einen großen Zuspruch. Viele Besucher machten im Laufe des Abends auch einen Abstecher zu den diesjährigen Schlosslichtspielen auf dem Schlossplatz vor dem Badischen Landesmuseum. Dass sich aber Kunst und Kultur nicht nur auf die Karlsruher Innenstadt beschränken, zeigt das große Interesse der Besucher an den Museen in den Stadtteilen. Besonders Durlach war mit dem Pfinzgaumuseum und dem Max-Reger-Institut als einem der diesjährigen Gäste ein beliebter Anlaufpunkt und das erstmals an der KAMUNA teilnehmende Schulmuseum in Palmbach war ebenfalls ausgesprochen gut besucht. Viele Besucher interessierten sich auch besonders für das Thema Mobilität: Sowohl das Verkehrsmuseum in der Südstadt als auch die historischen Straßenbahnen des Treffpunkt Schienennahverkehr in der Karlsruher Oststadt waren bei den Besuchern sehr beliebt.

Ein besonderes musikalisches Highlight stand ganz am Schluss der KAMUNA: In der Stadtmitte spielte ab 0.30 Uhr zur großen KAMUNA-Abschlussveranstaltung die Karlsruher Band „No sugar, no cream“ und sorgte mit ihrem klassischen schnörkellosen Mix zwischen Americana, Alternative Country, klassischem Rock und wunderbaren Balladen für den idealen Ausklang der Sommernacht. Musikalisch konnten sich auch die Besucher selbst betätigen. Das Stadtmarketing Karlsruhe hatte zum Abschluss der diesjährigen „Spiel mich“-Aktion wieder vor der Stadtbibliothek, vor dem Museum beim Markt und im Hof der Majolika drei Klaviere zum freien Spielen aufgestellt, auf denen die Besucher selbst spielen konnten.

„Auch in diesem Jahr sind wir mit dem Verlauf der KAMUNA wieder sehr zufrieden. Die gesamte Karlsruher Innenstadt stand wieder einen Abend lang ganz im Zeichen der Karlsruher Museen“, so die Gesamtkoordinatorin Eva Lichtenberger weiter. Was auch die geballte Kunst und Kultur auf der KAMUNA besonders erfahrbar macht, sind die kurzen Wege zwischen den Häusern, die zum Flanieren in der Innenstadt einladen: Ob man nun rund um den Friedrichsplatz das Naturkundemuseum, die Badische Landesbibliothek und die Erinnerungsstätte Ständehaus / Stadtbibliothek besucht, gleich zwei Museen und die Kinder- und Jugendbibliothek im Prinz-Max-Palais erlebt, durch den gesamten Hallenbau A wandelt, in dem die beiden Museen des ZKM, die Städtische Galerie und die Hochschule für Gestaltung residieren oder die Achse rund um das Badische Landesmuseum im Zentrum mit den beiden Dependancen Museum beim Markt und Museum in der Majolika besucht, man hat es nie weit bis zur nächsten KAMUNA-Station.

Dass der Funke der Begeisterung wieder auf die Besucher übergesprungen ist, liegt nicht zuletzt am hohen Engagement und Zusammenhalt der Häuser und aller ihrer Mitarbeiter, die jedes Jahr aufs Neue die KAMUNA in Eigenregie organisieren. Man darf gespannt sein, was die Museen sich im Jubiläumsjahr 2018 für die 20. KAMUNA ausdenken!

 

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